Vom 3. bis 6. Juni 2026 war Karlsruhe Gastgeberin des 40. Kongresses der Deutsch-Spanischen Juristenvereinigung DSJV/AHAJ. Die Veranstaltung brachte Juristinnen und Juristen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Wissenschaft und Praxis, institutionelle Vertreterinnen und Vertreter sowie zahlreiche Fachleute aus dem deutsch-spanischen Rechtsraum zusammen.
Als Mitorganisatoren möchten wir allen herzlich danken, die zum Gelingen dieses besonderen Kongresses beigetragen haben: den Teilnehmenden für ihre Anwesenheit, ihr Engagement und ihre wertvollen Beiträge, den Referentinnen und Referenten sowie Moderatorinnen und Moderatoren für die hohe fachliche Qualität der Vorträge und Diskussionen, den unterstützenden Institutionen für ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die vor und während der Veranstaltung mit großem Einsatz mitgewirkt haben. Gemeinsam wurde Karlsruhe 2026 zu einem Ort des fachlichen Austauschs, der persönlichen Begegnung und des deutsch-spanischen Dialogs.
Der Kongress begann am Mittwoch, dem 3. Juni, mit der Vorstandssitzung in den Räumlichkeiten unserer Kanzlei. Im Anschluss fand ein gemeinsamer Begrüßungsabend statt, der den Auftakt zu mehreren Tagen des fachlichen Austauschs, des Netzwerkens und des persönlichen Miteinanders bildete.
Die feierliche Eröffnung erfolgte am Donnerstag, dem 4. Juni, im Novotel Karlsruhe City. Es sprachen der Präsident der DSJV/AHAJ, Herr Lutz Carlos Moratinos Meissner, Stadträtin Frau Elke Ernemann, der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Christoph Karczewski sowie unser Kanzleipartner Miguel Ribas.
Im Rahmen der Fachtagung wurden aktuelle Themen der internationalen Rechtspraxis behandelt. Dazu gehörten unter anderem Mechanismen zur Vermeidung und Lösung gesellschaftsrechtlicher Blockadesituationen, mit Beiträgen von Herrn José María Rojí Buqueras und Dr. Tobias Bünten unter der Moderation von Dr. Kathrin Monen. Weitere Schwerpunkte bildeten die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und der Obergerichte im Erbrecht, vorgestellt von Prof. Dr. Christoph Karczewski, sowie das Verhältnis zwischen staatlicher Gerichtsbarkeit und Schiedsgerichtsbarkeit in Spanien, präsentiert von Prof. Dr. Guillermo Palao.
Ein besonderer Höhepunkt des Kongresses war der Besuch bedeutender Karlsruher Rechtsinstitutionen am Freitag, dem 5. Juni. Auf dem Programm standen unter anderem das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof und die Generalbundesanwaltschaft. Die Teilnehmenden erhielten dabei die seltene Gelegenheit, zentrale Institutionen der deutschen Justiz aus nächster Nähe kennenzulernenund im Austausch mit dort tätigen Fachleuten wertvolle Einblicke in deren Arbeit zu gewinnen.
Auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz. Der Networking-Lunch, das traditionelle Treffen der Jungen Juristinnen und Juristen im Badisch Brauhaus sowie die Mitgliederversammlung boten zahlreiche Gelegenheiten, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Verbindungen zu knüpfen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden unter anderem der Kongress 2027 in Córdoba sowie die Wahl des deutschen Austragungsortes für den Kongress 2028 behandelt.
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde das Programm durch die Off-Law-Session um eine interdisziplinäre Perspektive ergänzt. Dr. Carlos Calderón Urreiztieta sprach unter dem Titel „Kunst, Technik … Magie?“ über die Führung und Leitung eines Orchesters. Zudem hielt Dr. Philipp Sahm einen Vortrag zum Thema „Fußball und Europäisches Recht“, moderiert von Herrn Ignacio Ordejón.
Den festlichen Abschluss des Kongresses bildete das Galadinner im Kesselhaus – ein stimmungsvoller Ausklang für bereichernde Tage in Karlsruhe. Abgerundet wurde das Programm durch die traditionelle Exkursion ins benachbarte Baden-Baden.
Der Kongress war geprägt von fachlich anspruchsvollen juristischen Diskussionen, dem Wiedersehen mit Kolleginnen, Kollegen und Freunden sowie zahlreichen neuen Impulsen für den deutsch-spanischen Rechtsdialog. Karlsruhe 2026 hat wertvolle Erinnerungen hinterlassen, bestehende Verbindungen gestärkt und neue Perspektiven für die Zusammenarbeit im deutsch-spanischen Rechtsraum eröffnet.
Als Organisatoren möchten wir allen Teilnehmenden sowie dem gesamten Vorstand der Vereinigung nochmals herzlich danken. Ihre Anwesenheit, Ihr Engagement und Ihre Beiträge verleihen diesem Kongress seinen besonderen Wert und stärken eine aktive, vielfältige und der fachlichen Exzellenz verpflichtete deutsch-spanische Rechtsgemeinschaft.
Vielen Dank, dass Sie Teil des 40. Kongresses der DSJV/AHAJ in Karlsruhe waren. Wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen.
